Kaffeeschmuggel in Deutschland- die Aachener Kaffeefront

Habt ihr schon ein Mal von der Aachener Kaffeefront gehört? Zwischen 1945 und 1953 war Kaffeeschmuggel sehr lukrativ in Deutschland. Der Grund hierfür war die hohe Kaffeesteuer von 10 DM pro Kilogramm. Im Aachener Raum begann sich der Kaffeeschmuggel zum lukrativen Geschäft zu entwickeln. Von kleinen Mengen bis hin zu Transportern voll mit Kaffee Säcken.

Leichenwagen, Krankenwagen, in Strümpfen, Kinderwagen mit doppeltem Boden, die Schmuggler wurden erfinderisch, um das schwarze Gold am Zoll vorbei in die Heimat einzuführen. 

Doch mit der Zeit nahm der Schmuggel dramatische Züge an. Schmuggler klauen einen gepanzerten Wagen aus einer belgischen Kaserne, um den Schüssen der Zöllner zu widerstehen. 

Auch der Zoll rüstet auf: Zwei so genannte "Besenporsche" kamen zum Einsatz. Die Porsche Fahrzeuge gehörten mit 180 km/h Spitzengeschwindigkeit zu den schnellsten Wagen ihrer Zeit. Bei den Fahrern handelte es sich um ausgebildete Rennfahrer, welche die Fahrzeuge am Nürburgring testeten. Die Fahrzeuge hatten eine weitere Besonderheit: Vor den Rädern der Vorderachse waren Stahlbesen befestigt, die mit einer Hydraulik ausgefahren werden konnten. Diese diente dazu um Krähenfüße unschädlich zu machen, die oft von Schmugglern auf die Straße geworfen wurden.

Beim Schmuggel von Kaffee kamen laut offiziellen Angaben 31 Schmuggler und zwei Zöllner ums Leben.

Der Kaffeekrieg endete erst 1953, als die Kaffeesteuer auf 4 DM pro Kilogram gesenkt wurde.

Wenn ihr mehr zu diesem Thema lesen wollt, empfehlen wir euch den Spiegel Artikel "Kaffeepanzer im Bohnenkampf" und das Buch "Schmuggler, Zöllner und die Kaffeepanzer" von Wolfgang Trees.